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Glutamat Junkies

Wie Geschmacksverstärker die Sinne trügt

Monopotassium Glutamat

Monopotassium Glutamat – Quelle: wikipedia.org

Wer gerne asiatisch isst, kommt damit regelmässig in Kontakt. Glutamat oder auch im Volksmund Gschmacksverstärker wird sehr viel in der asiatischen Küche verwendet. In jedem Asia-Shop findet man die Weisen Säckchen mit den chinesischen Schriftzeichen drauf. Glutamat sorgt dafür das unsere Geschmacksnerven aktiviert werden und leider auch, dass das Essen oft sehr ähnlich schmeckt.

Ein sehr interessanter Artikel zu einem sehr beliebten Würzmittel in der Schweiz habe ich hier einmal herausgeschrieben. Den vollständigen Artikel gibt es hier:

Die seit 60 Jahren beliebten gelben Würzkrümel haben den Geschmack ganzer Generationen geprägt – fast ist man geneigt von Abhängigkeit zu sprechen. Wo mancher Geläuterte sich mit Grausen abwendet, glänzen bei vielen Schweizern die Augen: Aromat reist mit in die Ferien ins Ausland und Auslandschweizer freuen sich über ein gelbes Döschen mit rotem Deckel aus der Heimat. Was diese wie auch andere Würzen so beliebt und zugleich so umstritten macht, ist ihr hoher Anteil an Glutamat. Nach Jodsalz erscheint es als Geschmacksverstärker auf der Zutatenliste gleich an zweiter Stelle. Das sagt uns zwar nicht, wie viel Glutamat in der Dose steckt, aber immerhin, dass es sich mengenmässig um die zweitwichtigste Zutat handelt.

Glutamat Junkies

Glutamat Junkies – Quelle: natuerlich-online.ch

Bereits beim ersten Kontakt mit Glutamat läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Alles, was den Speichel fliessen lässt, animiert den Menschen unbewusst zum Weiteressen. Glutamat fördert zudem die Insulinausschüttung und könnte so zu Heisshunger, Überessen und Übergewicht führen. Zudem sorgt es für einen Anstieg des Stresshormons Kortison, dem ebenfalls eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Übergewicht zukommt.

Aus Tierversuchen ist bekannt, dass es durch Glutamat im Futter bei den Versuchstieren zu Hirnschäden kommen kann, in deren Folge kaum noch Wachstumshormone gebildet werden. Die Fressgier der Tiere steigt, sie werden fett und bleiben klein.

Ein Zusatz von 0,6 Prozent Glutamat – genau die Menge, die üblicherweise Würsten, Chips und Fertiggerichten zugesetzt wird – liess Testesser mehr und hastiger essen

Seit 1956 wird reines Glutamat kommerziell hergestellt, längst mit Hilfe gentechnisch optimierter Mikroorganismen.

Wer ahnt schon, dass sich hinter so unverfänglichen Begriffen wie Aroma, Würze, Milcheiweisskonzentrat, Tomatenpulver oder Hefeextrakt in Tat und Wahrheit Glutamat verbergen kann?

Am besten ist es daher, mit Grundnahrungsmitteln, echten Gewürzen und Kräutern selbst zu kochen. Zur Geschmacksabrundung ein ordentlicher Schuss Sahne oder Wein, etwas einkochen lassen – fertig. Wer ein Glutamat-Junkie war, braucht ein wenig Zeit, bis die neue Art zu kochen schmeckt und die Geschmacksrezeptoren aus dem Glutamatkoma erwacht sind.

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